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So baust du eine Werkzeugnummerierung auf, die über Jahre hält

Eine Werkzeugnummerierung funktioniert, wenn jeder, auch in fünf Jahren, das richtige Werkzeug in Sekunden findet und nie eine Dublette anlegt. Das sind die Regeln, die sie zusammenhalten.

8 Min. Lesezeit

Warum du eine Nummerierung brauchst

Ohne gemeinsames Schema benennt jeder die Werkzeuge auf seine Art: „Fräser 10“, „FRAESER D10 Z4“, „Fr.10“. Das Ergebnis sind Dubletten in der Werkzeugliste, falsche Bestellungen und Werkzeuge, die zu fehlen scheinen, aber unter anderem Namen im Lager liegen. Ein eindeutiger Code pro Werkzeug löst das alles, solange er nach wenigen klaren Regeln aufgebaut ist, an die sich alle halten.

Der Aufbau: Kategorie, Größe, Laufnummer

Das robusteste Schema hat drei Teile mit fester Länge. Zum Beispiel EM-0100-0001:

Durch die feste Länge sortieren sich die Codes in jeder Liste richtig, und dank der Größe im Code erkennst du ein Werkzeug auf einen Blick, ohne die Beschreibung zu lesen.

Was nicht in den Code gehört

In den Code kommt nur, was sich nie ändert. Draußen bleiben:

Vorsicht dagegen bei der Marke: Zwei Ø10-Schaftfräser verschiedener Hersteller sind nicht dasselbe Werkzeug. Geometrie, Sorte, Beschichtung, Standzeit und Schnittdaten unterscheiden sich, oft auch die Programmparameter an der Maschine. Deshalb bekommt jeder Artikel jedes Herstellers seinen eigenen Code: Wechselst du eines Tages die Marke, legst du eine neue Laufnummer an, und die Historie bleibt sauber, mit der Leistung jedes Werkzeugs an ihrem Platz. Marke und Artikelnummer des Herstellers stehen in zwei Feldern des Werkzeugstamms, verknüpft mit dem Code.

Die Beschreibung erledigt den Rest

Der Code identifiziert, die Beschreibung erklärt. Schreib sie immer in derselben Reihenfolge: Typ, Werkstoff, Größe, Merkmale. Zum Beispiel „Schaftfräser VHM Ø10 Z4 Drall 30°“ oder „Bohrer VHM Ø6,8 für M8“. Mit fester Reihenfolge lassen sich Beschreibungen leicht vergleichen, und Dubletten fallen sofort auf.

So vermeidest du Dubletten

Der Umstieg von Excel

Wenn du von einer Excel-Tabelle startest, geh in dieser Reihenfolge vor: Liste exportieren, Beschreibungen in der gewählten Reihenfolge vereinheitlichen, nach Kategorie und Größe gruppieren, Dubletten markieren und erst ganz am Ende die neuen Codes vergeben. Behalte eine Spalte mit dem alten Code, dann leben beide Bezeichnungen ein paar Monate nebeneinander, ohne Fehler.

Die häufigsten Fehler

Zehn bis fünfzehn gut gewählte Kategorien decken fast jede Werkzeugausgabe für Drehen und Fräsen ab.

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