So liest du den Code einer Fräswendeplatte
Nimm SEKT 1203AFTN. Die ersten vier Buchstaben funktionieren wie beim Drehen: S quadratische Form, E Freiwinkel 20°, K Toleranzklasse, T Senkloch mit Spanformer auf einer Seite. Dann ist 12 die Größe (die Seitenlänge, etwa 12 mm), 03 die Dicke (3,18 mm).
Ab hier hat das Fräsen eigene Stellen: A ist der Einstellwinkel der Hauptschneide (45°), F der Freiwinkel der Planfase (25°), T die Schneidkantenausführung (gefast), N die Schneidrichtung (neutral, passt in rechte und linke Fräser).
Die Planfase (Wiper)
Die Planfase ist eine kleine gerade Fläche neben der Ecke: Sie läuft parallel zur Oberfläche und hinterlässt sie glatt, auch bei hohem Vorschub pro Zahn. Im Code erscheint sie als die zwei Buchstaben nach der Dicke (oder nach dem Radius): Der erste ist der Einstellwinkel der Hauptschneide, A 45°, E 75°, P 90°; der zweite der Freiwinkel der Planfase, zum Beispiel D 15° oder F 25°.
ISO-Teil und Herstellerteil
Nach den ISO-Stellen hängen viele Hersteller einen Bindestrich und einen eigenen Code an: den Spanformer, die Breite der Planfase, eine Geometrievariante. Dieser Teil ist nicht genormt und muss im Katalog des Herstellers nachgelesen werden: Zwei Codes, die bis zum Bindestrich gleich sind, sind nicht dieselbe Platte, wenn sich der Rest unterscheidet. Auch manche Dicken, wie die 35 in APMT 1135, sind Herstellerangaben und kein ISO-Code.